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Überdurchschnittliches Wachstum
im Erzgebirgskreis

Die Industriebetriebe des Erzgebirgskreises haben im vergangenen Jahr überdurchschnittlich vom Aufschwung der deutschen Wirtschaft profitiert. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt 2011 um drei Prozent im Bundesdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Von diesem Aufschwung im gesamtdeutschen Raum haben besonders Unternehmen im Erzgebirge profitiert.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz haben die erzgebirgischen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe ab 50 Beschäftigte* am Jahresende 2011 knapp 3,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2010. Wie das Landesamt weiter mitteilt, rangiert das Erzgebirge im landesweiten Vergleich damit auf einem der vorderen Plätze. Zum Vergleich: Im Sachsendurchschnitt ist im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von 12 Prozent erreicht worden.

Immer mehr erzgebirgische Unternehmer und ihre knapp 34.000 Beschäftigten** sichern sich mit ihren hochwertigen  Produkten zusätzliche Absatzmärkte. Dies beschränkt sich jedoch nicht nur auf den sächsischen Raum. Vielmehr werden über die Deutschland- bzw. Europagrenzen hinaus neue Absatzmärkte erschlossen, wie das Unternehmen TURCK Beierfeld GmbH aus Grünhain-Beierfeld gezeigt hat. Motoren- und Getriebeteile für Automobilhersteller, elektronische Präzisionsbauteile für Maschinen oder Zahnbürsten „made in ERZ“ – Qualität aus dem Erzgebirge brachte den einheimischen Unternehmen im Jahr 2011 einen Auslandsumsatz von knapp einer Million Euro. Das sind elf Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die Exportquote lag insgesamt bei 28,4 Prozent.

Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes erwies sich die Nischenbranche der Textilindustrie als besonders zukunftsträchtig im Auslandsabsatz. Mit einer Exportquote von 58 Prozent erfreut sich mehr als die Hälfte aller produzierten Produkte außerhalb von Deutschland großer Beliebtheit. Gefragt sind vor allem spezielle technische Textilien aus Hightech-Materialien, die im Automobilbereich eingesetzt werden. Innovativ zeigte sich hierbei unter anderem die Curt Bauer GmbH aus Aue.

Die erzgebirgischen Schlüsselbranchen spielten auch im Jahr 2011 wieder ganz vorn mit. Mit 43 Prozent trägt die Metallverarbeitende Industrie den Hauptanteil am Gesamtumsatz. Beispielhaft steht hier die Hoppe AG aus Crottendorf. Mit der stärksten Umsatzsteigerung von 42 Prozent punktet der Maschinenbau in der Jahresstatistik 2011.

St.LA
 

 

 

 

 

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