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Hammer des Wohlgeschmacks

Tradition und Moderne im geschmackvollen Einklang

Eine Einkehr in die Traditionsgaststätte „Frohnauer Hammer“ lohnt sich, weil bei typischer regionaler Küche, in einem originalen Ambiente, bei einem angenehmen Service der Gast das Erzgebirge hier in mehrfacher Hinsicht genießen kann.

Wer Annaberg-Buchholz, die Hauptstadt des Erzgebirges, besucht, der sollte an ihrer „Wiege“ nicht vorbei gehen. Im Ortsteil Frohnau, ein paar Kurven vom Marktplatz entfernt, befindet sich der Ort, an dem die Stadt am Schreckenberg vor über 500 Jahren gegründet wurde. Im alten Hammerwerk und in den angeschlossenen Museen erfährt man viel über die ereignisreiche Historie dieses Platzes. Wer sich einen solchen Überblick verschafft hat, der sollte es nicht versäumen, auch den Genüssen aus der damaligen Zeit nachzuschmecken. Schließlich befindet man sich hier an eine Ort, an dem noch wie vor vielen Jahrhunderten die Traditionen nicht nur in Gebäuden und musealen Schaustücken lebendig gehalten werden, auch die Geschmacks-Sinne werden hier mit Gerichten angesprochen und verwöhnt, wie sie unsere Altvorderen schon zu genießen wussten.
Hammer 3 (Andere)
Die Traditionsgaststätte im alten Herrenhaus des „Frohnauer Hammers“, in dem bis 1904 der letzte Hammerschmiedemeister Martin mit seiner Familie lebte, ist so eine authentische Oase des typisch guten erzgebirgischen Geschmacks, wie man sie leider in unserer Gegend nicht mehr all zu häufig antrifft. Sicher bemühen sich heutzutage wieder zahlreiche Gastronomen, erzgebirgische Gerichte auf die Speisenkarte zu setzen, doch gelingt es nur wenigen, eine Einheit von originalem Ambiente, mit typischer Küche und aufgeschlossenem Service herzustellen sowie dabei auch moderne Akzente zu setzen. In der Gaststätte des Frohnauer Hammers ist die historische Gaststube mit vielen Details von 1910 noch vollständig erhalten. Die alten Leuchterspinnen an der Decke, das Möbel aus Urgroßvaters Zeit und der anheimelnde Kachelofen mit der Ofenbank davor, schaffen eine echt erzgebirgische Atmosphäre, die nicht nur im Winter Wohlbefinden ausstrahlt.

Auch im Sommer kann man auf der Terrasse am oder vor dem Haus, umgeben von lauter Historie, angesichts des alten Hammerwerks, der Hammerlinde oder dem Fachwerkhaus des Holzbildhauers die gut restaurierte Vergangenheit genießen.
Wenn dann noch aus der Küche original erzgebirgische Speisen von einem aufgeschlossenen Personal mit Heimatmundart serviert werden, fühlt sich auch der Fremde wie zu Hause, - und der Einheimische sowieso. Hammer 1 (Andere)

Als authentische erzgebirgische Gerichte sind von der umfangreichen und sehr ausgewogenen Speisenkarte zu empfehlen, die im Herbst und Winter mit anderen Gerichten aufwartet als im Frühling und Sommer. In der kühleren Jahreszeit findet man hier u.a.  Linsen mit Bratwurscht (ein Teil vom Heiligabendessen des Erzgebirgers, das er wegen seiner neun Teile „Neinerlaa“ - gibt es nur in der Weihnachtszeit - nennt), die Ardäpplsupp (also die Kartoffelsuppe mit Speck und Majoran, eine Köstlichkeit!), die Schwammesupp (Pilzsuppe), Buttermilchgetzen (ein feines Kartoffelgericht), Griene Klitscher, das sind sehr schmackhafte Kartoffelpuffer, die der Erzgebirger „roh“, oder mit Zucker bzw. Apfelmus obenauf gerne verspeist.
Der in der Spitzengastronomie ausgebildete und fantasiereiche Koch, der Sohn vom Wirt, Sebastian Feller, legt auf die Klitscher noch feinen, selbst gebeizten Lachs, um auch verwöhnteren Zungen bzw. der modernisierten Erzgebirgsküche etwas entgegen zu kommen.
Um neue, auch jüngere Zielgruppen gastronomisch anzusprechen, haben sich die Fellers neuerdings dem Steakfleisch - dem RODEO-STEAK zugewandt, um speziell am Abend die Gäste mit gut abgehangenem und fachmännisch zubereiteten Rind von den Pampas aus Uruguay oder Argentinien zu verwöhnen.
So findet man nicht nur schmackhafte Staek-Gerichte aus der Pfanne auf der Karte, sondern auch das Entre cote oder Ribe Eye mit seinem typischen Fettauge, oder das Rump- bzw. Hüftstaek aus Südamerika gegrillt auf den Tellern. Die deftigen Fleischstücke können in drei Gewichtsklassen, Schärfestärken und Preisen mit den bevorzugten Beilagen bestellt werden - übrigens auch als Senioren-Portionen, wie fast alle Speisen im Frohnauer Hammer (eine Kinderkarte wird gesondert gereicht). Damit man weiß, wo man sich befindet, wird auch eine Hammer-Platte - natürlich mit einem Steak vom Rind und Schwein nebst Hähnchen, Speck und Wurst angeboten.
Empfehlenswert auch der Hammer-Burger mit feinem Rinderhacksteak, der mit Pommes serviert tatsächlich ein kulinarischer “Hammer” im doppelten Sinne für manch einen Hammergesellen sein dürfte. Sehr empfehlenswert auch die gut marinierten und feurig gebratenen Spare Rips mit Knoblauchbaguette.

Für die warme Jahreszeit stehen aber auch leichtere Speisen auf der Karte: So die beliebte kalte Gurkensuppe, der neue Matjes, hausgebeizter Lachs, Zanderfilet, verschiedene Flammkuchen oder schmackhafte Salate in den verschiedensten Varianten.
Hammer 2 (Andere)

Aber auch bei den Hauptgerichten schimmert überall die Nähe zum alten Hammerwerk und den Essensgewohnheiten der Hammergesellen von einst durch. Das ist nicht nur an der Größe der Portionen abzulesen, sondern auch an ihren Namen, die alle historische Vorbilder haben, aber mit den heutigen Möglichkeiten qualifiziert wurden: Schmiedegesellenpfanne, Steigersteak oder Hammerherrenplatte. Im Herbst kann man hier auch wieder den Schiebböcker-Kaas (einen feinen, historischen Kochkäse aus dem Erzgebirge) mit Schwarzbrot und Schmalz genießen.

Die Küche macht aber auch willkommene Zugeständnisse an Traditionen, die noch nicht so alt sind wie der „Frohnauer Hammer“. Deshalb finden sich die Wurstsuppe  Soljanka und das Würzfleisch sowie ein wuchtiges Eisbein mit Klößen (nur im Winter) u.a. auch hier auf der Karte - und das alles zu moderaten Preisen.
 
Bei allem sorgt sich der Wirt, Stephan Feller, persönlich um das Wohl der Gäste. Seine Prinzipien nach Frische der Produkte, regionale Einkäufe und authentische Verarbeitung sowie Tradition und Modernität (Free WLAN) wird von den Gästen seit Jahren hier unten im Sehmatal, in der Traditionsgaststätte „Frohnauer Hammer“, sehr geschätzt - zumal ein Besuch im gegenüberliegenden alten Hammerwerk mit Museum ein zusätzliches und nachhaltiges Erlebnis bleibt.
Davon erzählen auch die Gäste gern, wenn sie Familienfeiern oder einen der beliebten Hutzen-Abende (alte Tradition des gemütlichen Beisammenseins, Erzählen, Singen, Essen, Trinken – eben: „hutzen“) in der Hammerschenke besucht haben.

Es lohnt sich also unbedingt für jede Alters- und Geschmacksgruppe, den Weg von der Stadt Annaberg hier hinab zu ihrer „Wiege“ nach Frohnau zu gehen oder zu fahren. Die Traditionsgaststätte „Frohnauer Hammer“ zählt zu den wenigen noch bestehenden loci authentici im Erzgebirge, die nicht nur e i n e n Besuch wert ist. 
 

Traditionsgaststätte „Frohnauer Hammer“,
Inhaber: Stephan Feller
Sehmatalstr. 3, 09456 Annaberg-Buchholz,
Tel.: (03733) 42 94 44, Fax (03733) 42 93 45
info@frohnauer-hammer.de,
www.frohnauer-hammer.de

facebook - hier

Und hier das Frohnauer-Hammer-Lied:

Text: Alfred Kaden; Melodie: Max Schreyer, 1929

Der Stolz von unnern Arzgeberg
e wahrer Edelstaa
Dos is das alte Hammerwerk
do untn in Frohnaa
gieh ich do bei dan Haus vorbei
bleib iech vor Ehrfurch stieh
un denk, ´s muß noch wie früher sei
un här ne Hammer gieh
Der alte Hammer, Hammer, Hammer
Hammer in Frohnaa
an dan ham mer, ham mer, ham mer
unsre Freid halt dra

Wie muß doch schie gewasen sei
ze anne dozemol
als noch de Bergleit früh beizeit
gezugn noochn Sehmatol
Wer häret rings aus jeden Mund
a freidiges Glückauf
Bis nooch der Neistadt schallet laut
der alte Hammer rauf

Der alte Hammer, Hammer, Hammer
Hammer in Frohnaa
an dan ham mer, ham mer, ham mer
unsre Freid halt dra

Verschwunden un vergange
is de gute alte Zeit
doch stieht der alte Hammer
noch wie gemol aa noch heit
Wu´s Herrnhaus mol gewasen is
is eitel a Gewörg -
a Gasthaus is do eingericht
das schönnste im Gebörg

Der alte Hammer, Hammer, Hammer
Hammer in Frohnaa
an dan ham mer, ham mer, ham mer
unsre Freid halt dra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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